
(Burma Sahib. Collins, New York 2024, [ISBN 978-0-06-329754-8]). Mit gleichem Titel ist auch Anfang des Jahres die deutsche Übersetzung von Cornelius Reiber bei Luchterhand, München 2025. [ISBN 978-3-630-87796-9] erschienen. Es sind 5 Jahre aus dem Leben Eric Blairs, der als Polizist in Burma für das britische Empire Dienst tat.Den britischen Polizisten Eric Blair, der fünf Jahre in Burma lebte, gab es wirklich. Er nannte sich später George Orwell und wurde der Autor, den wir alle aus "Burmese days" kennen.
Aus der Lebensgeschichte des jungen – damals noch Eric Blair - hat der US-Schriftsteller Paul Theroux jetzt einen fesselnden historischen Roman gemacht, der mit der britischen Kolonialherrschaft hart ins Gericht geht.
Fasziniert folgt man den Spuren des jungen Eric Blair zu mehr als einem halben Dutzend verschiedener Einsatzorte quer durch Burma, die der ausgewiesene Reiseschriftsteller Paul Theroux auch sinnlich spürbar macht.
Die Beschreibungen von Gerüchen, Speisen, Kleiderstoffen, exotischen Tieren und Musik tragen dazu bei, Zugang zur britischen Kolonie Burma und dem zunehmend isolierten Protagonisten in seinen Polizeijahren zu finden. Meine Empfehlung: Es ist eine spannende Ergänzung und Erweiterung zu den beiden Klassikern "der Glaspalast" und "Tage in Burma"
Wenn wir eines Tages wieder nach Myanmar reisen können, wird wahrscheinlich ein drittes Buch aus der bunten Umhängetasche gezaubert werden. "Burma sahib", möglicherweise schon arg zerfleddert, aber in der Tasche liegen dann die fein in Cellophan eingepackten Verkaufsexemplare. Viel Spaß bei der Lektüre.